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Schweizer Bankgeheimnis - eine heilige Kuh?

Schweizer Bankgeheimnis - nur noch auf Zeit?

Die EU besteht auf einem automatischen Datenaustausch über schweizerische Bankkonten von EU-Bürger. Begründet wird diese Forderung mit fiskalischen Gründen. In der Tat haben viele wohlhabende EU-Bürger einen Teil Ihres Vermögens auf schweizer Bankkonten platziert um dem Fiskus zu entgehen. Ein Indiz dafür sind die vielen Milliarden, welche nach der italienischen Steueramnestie in diesem Jahr nach Italien zurückgeflossen sind. Nach Schätzungen wurde bis zu einem Drittel der im Tessin auf schweizer Banken angelegten Gelder von italienischen Staatsbürger abgezogen. Das zeigt, was für immense Beträge den EU-Staaten entzogen werden.
Die Schweizer Gesetzgebung unterscheidet zwischen Steuerbetrug (strafbar) und Steuerhinterziehung (toleriert).
In der EU sind beide Tatbestände strafbar und werden massiv geahndet.
Die Schweiz hat der EU nun eine pauschale prozentuelle Verrechnungssteuer auf EU-Gelder angeboten, ohne Namensnennung der Konteninhaber (Bank-Kundengeheimnis).
Die Verhandlungen mit der zuständigen EU-Kommission sind in diesem Punkt festgefahren, ja die bilateralen Verträge sind sogar gefährdet.
Wem nützt den eigentlich das Bankgeheimnis?
Den schweizer Bürger kaum, ihre Bankdaten sind nicht geheim. Bei einem Todesfall z.B. verlangt die staatliche Steuerbehörde ein notarielles Steuerinventar, bei dem alle Bankverbindungen des Verstorbenen und des Ehepartners überprüft werden. Kommen da nicht versteuerte Gelder zum Vorschein, sind fette Nachsteuern fällig! Also kein Bank-Kundengeheimnis für Schweizerbürger. Warum sollen wir denn die ausländischen Bankkunden mit einem Bankgeheimnis schützen? Einzig wegen dem Bankengewerbe? Da könnte ja jede Branche auf Sonderrechte pochen. Die SVP möchte das Bankgeheimnis sogar in der Bundesverfassung verankern, so eine Schnapsidee; vielleicht auch noch die besten Gedichte von Herr Freysinger?
Ich finde, die Steuerhinterzieher und Betrüger in der Schweiz und im Ausland sind alle gleich zu behandeln.
Kein Schutz für diese egoistischen, unsozialen Geldsäcke!
Das Bankkundengeheimnis muss endlich weltweit fallen!

Oftringen, 06.12.2002 / hus


Nachtrag:

Nachtrag: Die Deutsche Regierung hat heute eine 1- jährige Steueramnestie angekündet, es wird ein Kapitalrücklauf aus den benachbarten Binnenländer (Andorra, Lichtenstein, Monaco und Schweiz) von ca. 150 Milliarden sFr. nach Deutschland erwartet. Bei diesen Summen kann man nur erahnen, wie viel unversteuertes Schwarzgeld insgesamt auf Schweizer Bankkonten deponiert ist!
(Schweizer Banken verwalten total ca. 3600 Milliarden sFr.)

Oftringen, 16.12.2002 / hus

UBS bodigt des Schweizer Bankgeheimnis!

Die neusten Vorkomnisse in USA und die bevorstehende Prozesslawine gegen die UBS wegen der illegalen, unmoralischen Geldgeschäfte der Schweizer Grossbank bedeutet wohl das Ende für das Schweizer Bankgeheimnis. Die "heilige Kuh" der Schweizer ist also bald erlegt und wird geschlachtet. Die Ironie des Schicksals: Raffgierige UBS-Bänker, die kriminellen Elementen aus aller Welt dank des schweizerischen Bank-Kundengeheimnisses unterschlupf u.a. für Blutgeld boten, tragen diese unmoralische Eigenheit des Bankenplatzes Schweiz nun selbstverschuldet zu Grabe!
Endlich Schluss mit dieser menschenverachtenden, unmoralischen und unsozialen Einrichtung namens "Bankgeheimnis". Es dient nur dazu, kriminellen Terroristen (Kapitalisten fallen ebenfalls unter diesen Begriff, den sie terrorisieren mit ihrem Kapital die Menschheit), asozialen Despoten, Sklavenhändler und egoistischen Spekulanten zu schützen. Normalos hat dieses verwerfliche Instrument noch niemals genutzt. Im Gegenteil, wegen der hinterzogenen Steuermilliarden der kriminellen Elemente, müssen die Erwerbstätigen mit tiefen und mittleren Erwerbseinkommen viel mehr Steuern bezahlen und tragen damit überverältnismässig die Lasten der Staaten. Nun scheint endlich Schluss damit! Der UBS - Bänker um den ehemaligen Verwaltungsrat Ospel sei Dank!



Oftringen, 25.07.2008 / HUS