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USA und die Biowaffen

Als anfangs November die Vertreter der 144 Mitgliedstaaten der Bio-Waffen-Konvention in Genf zusammentraten, um endlich - nach 7 Jahren mühevoller Verhandlungen - ein Protokoll zu verabschieden, das wirksame Kontrollen vorschreiben sollte, liess der US Vize-Aussenminister John Bolton die Konferenz kurzerhand platzen. Die US-Regierung unterstütze dieses Vorhaben nicht mehr, teilte er mit. Den verplüfften Diplomaten blieb nichts anderes übrig, als sich um ein Jahr zu vertagen.

Die Bush-Administration lässt keine Inspektionen der BWC-Kontrollargane (Biowaffenkonvention) auf amerikanischem Territorium zu. Keine Chancen für die Biowaffenkontrolleure in den USA, Bush mit seinen Krieger erlauben keine Kontrollen in amerikanischen Labors und Produktionsstätten. Die USA gefährten damit die Durchsetzung der Biowaffenkonventionen mit ihrem unilateralen Muskelspiel.
Begründet wird diese Verweigerung mit nationalen Sicherheitsinteressen und der Gefahr von Spionage. Der wahre Grund dürfte jedoch vielmehr darin liegen, dass die USA mit neuen biologisches Waffen experimentieren.
Die im letzten Jahr in den USA freigesetzten Anthrax-Sporen stammen nach amerikanischen Angaben aus einem US-Labor. Im kalten Krieg wurden mit Hochdruck Biowaffen entwickelt. Immer noch lagern grosse Mengen dieser teuflischen Waffen in der ehemaligen Sowjetunion und in den USA. Nun werden in Amerika vermutlich noch schlimmere Biokampfstoffen entwickelt. Darum sind die internationalen Inspekteure unerwünscht. Auch bei den C-Waffen sperrt die US-Regierung wo sie kann!
Gleichzeitig droht George W. Bush dem Irak mit Krieg, sollte Saddam Hussein die UN-Inspekteure bei ihren Kontrollen irgendwie behindern, täuschen oder belügen.
Mister President, wo bleibt da die Glaubwürdigkeit?

Die Amerikaner begründen Ihre Kriegsdrohungen gegen den Irak mit ihrem Recht auf Selbstverteidigung. Wie sollte Saddam Hussein in der Lage sein, die USA anzugreifen?
Diese Argumentation kann man nur so verstehen, dass die Administration Bush die ganze Welt als ihr Eigentum betrachtet. Da haben wir ja eine wunderbare Mc-Zukunft vor uns.

Lesen Sie bitte auch den Artikel in der Rubrik Wirtschaft "Irak-Krise - und es geht doch ums Öl!"

01.12.2002 / hus, Oftringen