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War der BND in die Al Masri Entführung involviert?

Der BND wusste von der Al Masri Verschleppung!


Wie erst jetzt bekannt geworden, für Indsider aber schon lange eine bekannte Tatsache: Der BND war schon immer über die Entführung des Deutschen Staatsbürger Al Masri durch die CIA-Gauner informiert. Schon zu einem Zeitpunkt, als dem Opfer der amerikanischen CIA - Folterknechte noch hätte geholfen werden können. War der BND gar in die Verschleppung involviert?


Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes hat nach Darstellung des Geheimdienstes bereits im Januar 2004 von der mutmasslichen Verschleppung des Deutschen Khaled al Masri in Mazedonien gewusst. In einer Erklärung teilte der BND mit, dass ein Beamter des mittleren Dienstes in Skopje von der Festnahme in einer Behördenkantine gehört habe (!). Ein ihm Unbekannter habe "beiläufig" berichtet, dass al Masri am Flughafen Skopje festgenommen und "den Amerikanern" übergeben worden sei (von wem?), so der BND. Der Bundesnachrichtendienst bezeichnete den Vorfall in der Presseerklärung als "Informationspanne". Da der Spion mit gänzlich anderer Aufgabenstellung vor Ort eingesetzt war (für die Amis zu spionieren?) und ihm der Name "al Masri" nichts sagte, habe er keinen Anlass gesehen, diesem Sachverhalt nachzugehen (Die Dumpfbacke hatte wohl von den Amerikaner andere Order).

Regierung will erst im Mai von al Masri gehört haben

Die Bundesregierung hat bislang eingeräumt, erst nach der Rückkehr al Masris nach Deutschland im Mai 2004 von der Entführung erfahren zu haben. Al Masri wurde von Agenten des US-Geheimdienstes CIA im Januar 2004 von Mazedonien nach Afghanistan verschleppt und dort als Terrorverdächtigen verhört und gefoltert. Im Mai 2004 wurde al Masri wieder freigelassen. Die Bundesregierung drückte ihr Bedauern über den Vorgang aus. Sie habe alle an der Aufklärung beteiligten Stellen über die neue Nachrichtenlage unterrichtet. Ob das reicht?

Der Fall Khaled al Masri könnte für den Bundesnachrichtendienst ein juristisches Nachspiel haben. Al Masris Anwalt, Manfred Gnjidic drohte in der "Berliner Zeitung" mit einer Haftungsklage. Man werde die weitere Aufklärung abwarten, so Gnjidic. Sollte sich jedoch herausstellen, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) oder die Bundesregierung der Verschleppung seines Mandanten tatenlos zugesehen hätten, müsse dies Konsequenzen haben.
Zu den Aufgaben des BND gehört es den Staat und seine Bürger zu schützen. Ein Geheimdienst, der trotz eindeutiger Informationen nicht handelt ist völlig überflüssig. Der Verdacht, dass der Deutsche Nachrichtendienst in die Entführung selbst involviert war, scheint da naheliegend.

Schon bei den Bombardierungen Bagdads durch die US-Killerarmy waren bekanntlich Deutsche Spione den Amerikaner mit "genauen" Zielangaben dienlich. Das dabei vorwiegend Zivilisten getötet wurden, wollte auch niemand gewusst haben...

Geheimdienste sind für eine freie demokratische Gesellschaft Gift. Sie agieren im Dunkeln, meistens ausserhalb der Gesetze und haben nur ein Ziel: Die Freiheit der Menschen zu beschneiden (Beispiel STASI)! Der BND ist so gesehen nicht besser als der CIA oder eben die STASI.

Oftringen, 01.06.2006 / hus